Archiv für den Autor: Helmer Rädisch
Vortrag von Dr. Manfred Birmanns – Sonntag 29. Mai
Spendenkonto zur Rettung der Rotdorne in der Nizzaallee
Die Lousberg-Gesellschaft hat ein spezielles Konto für Spenden eröffnet. Engagierte Bürger können sich so an der Rettung der bedrohten Rotdorne in der bald 120 Jahre alten Nizzaallee beteiligen.
Sparkasse Aachen
IBAN : DE72 3905 0000 1072 7270 41
Stichwort/Verwendungszweck : „Rotdorne – Nizzaallee“
Maximilian Friedrich Weyhe und seine Parkplanungen in den südlichen Niederlanden
Exkursion in die niederländische Provinz Limburg mit dem Parkrestaurator Fon Habets am Samstag, 10. Oktober 2015
Es wurden die Schlossparks von Amstenrade, Neubourg (von aussen) und Vaeshartelt besucht. Ausserdem stellte Herr Habets den modernen Griendpark in Maastricht vor.
Schloss Amstenrade
Das Schloss liegt im gleichnamigen Ort in Süd-Limburg und befindet sich seit 1790 im Besitz der Familie der Grafen Marchant d’Ansembourg. Der erste gräfliche Bewohner war ein großer Baumliebhaber und ließ viele exotische Bäume anpflanzen. Bei der Gartengestaltung haben zwei bekannte Gartenarchitekten mit ihm zusammengearbeitet: Zuerst G. Dückers (1808) und danach der renommierte Hofgärtner Weyhe aus Düsseldorf. Der Park in Amstenrade wurde im englischen Landschaftsstil mit heimischen und exotischen Bäumen und mit zwei Sichtachsen auf das Schloss gestaltet. Erwähnenswerte Gebäude im Park sind eine große Grotte, die mit dem gräflichen Wappen geziert ist, und eine Orangerie.
Schloss Neubourg
Das Schloss liegt nahe der Ortschaft Gulpen. Im Jahr 1808 wurde der Düsseldorfer Hofgärtner M.F.Weyhe vom damaligen Besitzer, Baron Hayme de Houffalize, beauftragt, einen Plan für den Schlosspark zu entwerfen.
1838 gab der neue Besitzer von Neubourg, Graf Oskar Marchant d’Ansembourg, an Louis Fuchs, einen Schüler Weyhes und später Directeur des Traveaux Jardinieres de Bruxelles, den Auftrag dessen Pläne in die Tat umzusetzen. Fuchs legte dann bis zum Jahr 1843 den Park an.
Der Park ist 32 ha groß und leider nicht zugänglich. Überwiegend bilden Buchen und Eichen den Baumbestand. Natürliche Brunnen verleihen dem Park einen besonderen Charakter. Quer durch den Park verläuft der Bach ‚de Gulp‘, der im Sinne der Wasserregulierung zu einem Weiher erweitert wurde. Der Park im späten Landschaftsstil fügt sich mit seinen gewundenen Pfaden harmonisch in die umgebende Landschaft ein. In der nordwestlichen Ecke der Schloßanlage liegt ein ummauerter Obst- und Gemüsegarten.
Das Schloss wurde von den heutigen Besitzern, der Familie Dassen, aufwendig restauriert.
Griendpark Maastricht
Der Griendpark ist ein moderner Stadtpark mit Anbindung an die Flußlandschaft der Maas. Die Stadt Maastricht beauftragte 1991 das Amsterdamer Bureau B+B-Urbanisme and Landscape Architecture- am Maasufer einen Park zu entwerfen. Im Zentrum der Stadt gelegen, war dieses Gebiet bis dahin ein ‚vergessener‘ Ort. Eine große Wiese als Entspannungs- und Ruhe-Ort bildet das Zentrum des Parks. Für die Jugend wurde ein Spiel- und Skater-Platz eingerichtet. Die ovale Form des Parks soll an die ursprünglich hier gelegene Antoniusinsel erinnern.
Unter dem Park befindet sich eine große Tiefgarage.
Schloss Vaeshartelt
Vaeshartelt war ursprünglich ein Bauernhof. Im Jahr 1841 kaufte der Maastrichter Industrielle Petrus Regout, Besitzer der Keramikfabrik Sphinx, im Auftrag des niederländischen Königs Willem II. das Anwesen und baute es zu einem Schloss um. Der König benutzte das Schloss jedoch nur kurze Zeit als zweiten Wohnsitz. 1851 ging das Schloss in den Besitz von Regout über und ab 1863 war es ständiger Wohnsitz der Familie.
1853 beauftragte Regout den belgischen Gartenarchitekten J. Gindra einen Park im englischen Stil mit großen Rasenflächen, exotischen Bäumen, zahlreichen Springbrunnen und follies anzulegen.
Bis 1953 blieb das Schloss im Eigentum der Familie Regout, danach wurde es als Jugendherberge genutzt. Seit der Sanierung des Schlosses im Jahr 1994 befindet sich darin ein Kongreßzentrum und Hotel.
(Quelle: Texte Fons Habets, Fotos Birgit Thoste)
Weyhe-Ausstellung auf dem Lousberg
Ausstellung Rokokorelevanz – Pavillons
Am Sonntag, dem 7. Juni 2015 wurde die Ausstellung „Rokokorelevanz – Pavillons“ von der Vorsitzenden der Lousberg-Gesellschaft Sibille Spiegel im Beisein der Initiatoren, den Architekten Luc Merx, Federico Garrido und und Holmer Schleyerbach im historischen Couven-Pavillon eröffnet.
Sie wird mittwochs und samstags jeweils von 15 bis 17 Uhr bis zum 31. Juli zu sehen sein.
Hier zur Information zwei Artikel aus der Aachener Lokalpresse (zum Vergrößern anklicken).











